12.12.2017 ACHTUNG: Haartransplantation durch Nichtärzte ist ein Risiko

Weltweit nimmt das Risiko für Patienten zu, dass sie durch Nichtärzte operiert werden.

In vielen Fällen ist es für Patienten nicht ersichtlich, von wem sie die Haartransplantation durchgeführt. Die Täuschungstaktiken sind vielfältig:

Ein häufiger Fall in der FUE Haartransplantation ist die Delegation: Ein Arzt oder eine Ärztin führt die Beratung und auch die Planung der Haartransplantation durch, delegiert aber die zeitlich anspruchsvolle Extraktion der Haarfollikel an das Hilfspersonal - nicht nur für Mitglieder des Weltverbands der Haartransplantation ISHRS und Träger des ABHRS Diploms ist dies ein Verstoss gegen ethische Richtlinien. Die Extraktion der Haarfollikel gehört zusammen mit der Bildung von Empfängerstellen zu den ärztlichen Aufgaben der FUE Haartransplantation.

Ebenfalls sehr beliebt in der Haartransplantation ist der Schaufenstertrick: Nichtärztliche 'Spezialisten' sind offiziell in den Räumlichkeiten von Kliniken oder von Ärzte/-innen tätig. Diese bieten nach aussen das seriöse Schaufenster. Tatsächlich aber wird die gesamte Haartransplantation durch nichtärztliche 'Spezialisten' ohne ärztliche Aufsicht ausgeführt. Gerne kleiden sich die so genannten 'Spezialisten' während der Beratung im weissen Kittel und korrigieren die Patienten nicht, wenn diese sie mit Herr oder Frau Doktor ansprechen. 

Nicht alle Patienten sind sich bewusst, in welches Risiko sie sich begeben, wenn sie einen chirurgischen Eingriff wie die Haartransplantation durch Nichtärzte durchführen lassen. Moderne FUE Haartransplantationen sind komplexe Eingriffe.

Die Meldungen von Schäden an Patienten durch Haartransplantationen, die von Nichtärzten durchgeführt wurden, mehren sich weltweit. Deshalb hat die ISHRS eine ausführliche Warnung herausgegeben.

Consumers face potential of serious risk when unlicensed personnel perform hair restoration surgery

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